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Piccolo Trompete (Hoch Bb)

Die Piccolotrompete ist ein Blechblasinstrument und bezeichnet eine Ventil-Trompete mit höherer Stimmung und schlankerer Schallstück-Form als die üblichen („normalen“) C- und B-gestimmten Trompeten. Es gibt sie in den Stimmungen F, G, hoch B/A und H/C. In den hohen Stimmungen ist sie in der Regel mit einem zusätzlichen vierten Quart-Ventil ausgestattet, um damit auch noch tiefere Töne spielen zu können. Teilweise ist das vierte Ventil auch im Rohrverlauf des 3. Ventils ausgeführt, so dass sich die Ventile nur in Kombination spielen lassen. Moderne Piccolotrompeten sind meistens mit Triggervorrichtungen ausgestattet, um die oftmals schlechte Intonation (die aus ungünstiger Mensur resultierende Verschiebung der Naturtöne) des Instrumentes nicht komplett durch den „Ansatz“ ausgleichen zu müssen.

Die häufige Annahme, dass man mit der Piccolotrompete „automatisch“ höhere Töne spielen kann, stimmt nur bedingt. Tatsächlich ist es oft einfacher, den Tonumfang, den man auf einer großen Trompete auch beherrscht, auf der Piccolotrompete sicher zu erreichen. Die P. garantiert aber nicht automatisch einen größeren Tonumfang, sondern allenfalls weniger Anstrengung und mehr Treffsicherheit. Das Instrument klingt, stimmt und intoniert bei hohen Tönen besser, als eine normale B-Trompete in dieser Tonhöhe. Der Tonumfang beginnt beim eingestrichenen d (max. des) und wie bei den großen Trompeten sind die Grenzen nach oben vom individuellen Können des Bläsers abhängig.

Die Piccolotrompete wurde im 1.Viertel des 20. Jahrhundert entwickelt, vor allem um die hoch liegenden Trompetenpartien der Barockmusik darzustellen, was ihr die umgangssprachliche Bezeichnung „Bachtrompete“ eingebracht hat.
E. Tarr mit einer gestreckten Piccolotrompete

Johann Sebastian Bach hat aber nie ein derartiges Instrument gesehen oder gehört, da die Erfindung der Ventile erst Anfang des 19. Jahrhundert erfolgte. Die Piccolotrompete darf also nicht mit der eigentlichen Barocktrompete verwechselt werden, die keine Ventile hat und in der historischen Aufführungspraxis eingesetzt wird.


(Quelle: Wikipedia)

Trompete

Die Trompete ist ein Blechblasinstrument, dessen Klang durch die Schwingung der Lippen des Trompetenspielers am Mundstück erzeugt wird. Trompeten aus großen Schneckenhäusern findet man in zahlreichen Kulturen als rituelle Instrumente. Trompeten aus Silber und Bronze mit langen, geraden Rohren, konischer Bohrung und ausladender Stürze (Schalltrichter) gab es bereits in altägyptischer Zeit. Diese ähneln Instrumenten wie der hebräischen Hasosra, der römischen Tuba und der griechischen Salpinx.

Im mittelalterlichen Europa wurde die lange, gestreckte Busine durch ein kürzeres Modell ersetzt (ca. 1300). Etwa um 1400 erhielt das Instrument eine S-förmige Krümmung und um 1500 eine Windung. Diese Form war bis 1800 die übliche Form der Trompete, die in Orchestern benutzt wurde. Ihre enge, zylindrische Bohrung erzeugte einen strahlenden Klang, ihre Töne waren jedoch auf die Naturtöne des Grundtones beschränkt (siehe Harmonik). Um 1800 bemühten sich die Instrumentenbauer um eine Konstruktion, mit der man eine volle chromatische Tonleiter spielen konnte. Eine der Erfindungen war ein Klappenmechanismus zum Öffnen und Schließen von Löchern in der Seitenwandung des Rohres. Um 1820 erhielt die Trompete Ventile. Durch Öffnen eines Ventils erhält man zusätzliche Rohrlänge, was die grundlegende Tonhöhe des Instruments senkt und eine andere Obertonreihe ergibt. Die moderne Trompete hat drei Ventile und eine teils zylindrische, teils konische Bohrung.

Für die Wiedergabe der anspruchsvollen, hohen Trompetenpartien Johann Sebastian Bachs, wie man sie etwa im 2.Brandenburgischen Konzert oder in der h-Moll-Messe findet, werden in Barockensembles heute die so genannten Bachtrompeten gespielt.

Posaune

Die Zugposaune (trombone à coulisse) ist eines der Instrumente, das von Anfang an alle Töne der chromatischen Tonleiter von sich geben konnte. Durch das Ausziehen des Zuges bis 6 Positionen -weiter reicht der Arm des Spielers nicht -ist das möglich. Sie wurde in vielen Stimmungen gebaut. Die heute am meisten benutzte Posaune ist die Tenor-Posaune in B (Trombone en sib), sie wird aber in C (do) gespielt.

Geschichte

Die Posaune entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete und ist neben der Violine eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente.

Weil eine Naturtrompete (Tromba) mit dem Grundton b eine unhandliche Länge von etwa 1,37 Meter (4,5 Fuß) aufweist, wurden die Instrumente in S-Form gebogen, gerollt oder in „Brezelform“ hergestellt. Der englische, französische und italienische Name des Instruments trombone bedeutet wörtlich nichts anderes als „große Trompete“. Der deutsche Name entwickelte sich aus der altfranzösischen Bezeichnung „buisine“.

Die bei weitem gängigste Bauform ist die der Tenorposaune, heute in der Regel in B und mit einer Bohrung von etwa 12,2 bis 13,89 mm. Dieses Instrument ist ab dem großen E aufwärts voll chromatisch spielbar.

Die Tenorposaune wird ohne Transposition (klingend, in C) und überwiegend im Bassschlüssel notiert, im sinfonischen Bereich häufig auch im Tenorschlüssel, seltener im Altschlüssel. Eine Ausnahme bilden Noten für englische Brass Bands, wo die Posaune im Violinschlüssel und transponierend in B notiert wird, um den Musikern den Wechsel zwischen verschiedenen Instrumenten zu erleichtern.

Ebenso wie das Erreichen der selten geforderten Pedaltöne vom Kontra-B bis zum Kontra-E richtet sich der Tonumfang in der Höhe nach dem Können des Spielers. Anfänger erreichen in der Regel binnen Kurzem das d' und nach einiger Zeit das f'; von Fortgeschrittenen wird das b' erwartet. Im professionellen Bereich ist ein Tonraum bis zum zweigestrichenen f erforderlich.
Zugposaune mit Drehventil, traditional wrap

Der deutsche Instrumentenbauer Christian Friedrich Sattler stattete im 19. Jahrhundert erstmals eine Tenorposaune mit einem zusätzlichen Quartventil aus. Diese heute noch verbreitete Bauform (Quartposaune) bezeichnet man mitunter auch als Tenorbassposaune, da das Instrument bei betätigtem Ventil in F gestimmt ist wie die vor Sattlers Innovation gängige Bauform der Bassposaune.

Posaunen mit Quartventil sind nicht nur ab dem großen C voll chromatisch spielbar: Ein mindestens ebenso wesentlicher spieltechnischer Vorzug besteht darin, dass mit Ventil alternative Zugpositionen möglich werden, eine bedeutende Erleichterung besonders im unteren Register. So muss der Zug für das kleine c nicht mehr bis auf die sechste Position ausgezogen werden, sondern dieser Ton ist mit Ventil bereits auf der ersten Position erreichbar; das große H liegt mit Ventil zwischen der zweiten und der dritten Lage statt ganz am Ende des Zuges.

Da sich bei Betätigen des Quartventils wegen der verlängerten Luftsäule die Abstände zwischen den einzelnen Zugpositionen gegenüber dem Spielen ohne Quartventil vergrößern, ist die siebte Zugposition nicht mehr erreichbar. Daher ist das Kontra-H nur durch Ausziehen des Ventilstimmzugs zu erreichen, was die letzte Lücke zu den Pedaltönen schließt. Manche Modelle besitzen eigens dazu einen zweiten Ventilstimmzug. Bei Instrumenten mit weiterer Bohrung sprechen die Ventil- und Pedaltöne in der Regel besser an und klingen auch meist besser.

Um zu erreichen, dass der Klang und die Ansprache einer Quartposaune sich bei betätigtem Ventil möglichst wenig ändert, gingen manche Hersteller in den 1980er Jahren dazu über, die Ventilschleife in möglichst wenigen, großen Radien zu winden, so dass sie nach hinten über den Bogen des Schalltrichters hinaus ragt (open wrap). Vor diesem Hintergrund entstanden auch das Thayer-Ventil und die dadurch angeregten anderen innovativen Ventilkonstruktionen. Eine heute verbreitete Kompromisslösung mit wenigen weiten Radien, die jedoch nicht über den hinteren Bogen hinausragt, bezeichnen einige Hersteller als semi-open. Manche Posaunisten bevorzugen jedoch nach wie vor eine eng innerhalb des Korpus verlegte Ventilschleife (traditional wrap).
Tenorposaune mit Axial- oder Thayer-Ventil, open wrap

Wieder andere wählen nach wie vor ventillose Posaunen, etwa weil das untere Register für ihre Musikrichtung weniger bedeutend ist und weil diese Instrumente, besonders mit enger Bohrung, meist etwas besser ansprechen. Besonders Jazz-Solisten verwenden bevorzugt eng gebaute Tenorposaunen mit kleinem Schalltrichter und ohne Ventil.

(Quelle: Wikipedia)

Euphonium

Das Euphonium (griechisch: wohlklingend) ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner konischen Mensur zur Familie der Bügelhörner gehört wie das Flügelhorn, das Tenorhorn, das Bariton und die Tuba.

Geschichte

Das Euphonium als Tenor- und Baritonstimme entwickelte sich aus der Ophikleide, welches wiederum aus dem Serpent (Musik) hervorging.
Als etwa 1813 die Périnet-Ventile erfunden wurden, wurde neben der Trompete der Tenortrompetenbass erbaut, der sich zum Flügelhorn entwickelte. Zu diesem Instrument baute man eine weitere Form, das Tenorhorn.
1843 wurde das Euphonium erfunden, um einen tieferen und weicheren Klang zu erhalten. Es wurde allerdings damals noch mit dem italienischen corno basso chromatico bezeichnet. Als Erfinder gelten „Capellmeister Sommer“, der aus Weimar stammte, und Adolphe Sax. Das Euphonium erhielt eine weitere Mensur. Das Euphonium nennt man auch Infanteriecello, es ist das „Violoncello“ der Blasmusik.

Die Grundstimmung des Euphoniums ist in B; es klingt eine Oktave tiefer als eine Trompete und eine Oktave höher als eine Tuba in dieser Stimmung.
Das Euphonium wird besonders von Posaunisten oft mit einem Kesselmundstück gespielt, bedeutende Hersteller wie Besson legen jedoch ab Werk ein Trichtermundstück bei.

Während manche frühen Modelle wegen der unvermeidlichen Intonationsprobleme von Ventilkombinationen mit bis zu sechs Ventilen ausgestattet waren, haben heutige Euphonien stattdessen mitunter ein Kompensationssystem, in jedem Fall aber nur noch drei oder vier Ventile. Die ersten drei werden mit der rechten Hand und je nach Bauart des Instruments entweder von oben oder von vorn gegriffen (top action oder front action). Das vierte Ventil, so vorhanden, ist ein Quartventil. An einfachen Instrumenten befindet es sich neben den ersten drei Ventilen (in-line) und wird mit dem kleinen Finger der rechten Hand gegriffen.

An aufwändigeren Instrumenten ist das vierte Ventil seitlich angebracht und wird mit der linken Hand gespielt. Die Bohrung in der Ventilmaschine beträgt heute bis zu 16,2 mm, im vierten Ventil bis zu 17,2 mm. Der Schalltrichter weist entweder nach oben oder ist schräg nach vorn abgewinkelt („Bellfront“ oder „Frontbell“) und hat einen Durchmesser von bis zu 310 mm.

Der Tonumfang entspricht in etwa dem der Posaune, wobei selbst weit mensurierte Euphonien in der Höhe oft etwas besser ansprechen. Nur kompensierte Euphonien mit Quartventil sind jedoch bereits ab der Pedallage aufwärts voll chromatisch spielbar. Auf nicht kompensierten Instrumenten dagegen intonieren die Töne ab dem großen As abwärts bis zum Kontra-H zunehmend schlechter. Der auf allen vier Ventilen gegriffene Ton liegt hier deutlich näher am C als am Kontra-H.

In der Klangfarbe unterscheiden sich Euphonium und Posaune erheblich: Infolge seiner konischen Mensur ähnelt der weichere Klang des Euphoniums stark dem des Waldhorns, während die Posaune aufgrund ihrer zylindrischen Mensur härter klingt und eher der Trompete ähnelt.

Das Euphonium wird in Blaskapellen als Soloinstrument eingesetzt, weil es einen weichen, aber auch spitzen, lauten Klang haben kann.

Im symphonischen Bereich wird das Euphonium – wenn überhaupt – solistisch eingesetzt, und zwar für bestimmte Partien in meist spätromantischen Werken, bei denen nicht völlig klar ist, ob der Komponist mit „Tuba“ eine Tenortuba, eine Wagnertuba, ein Saxhorn oder ein anderes, heute eventuell nicht mehr gebräuchliches Instrument im Sinn hatte und die oberhalb des „normalen“ Tonumfangs einer modernen F-Tuba notiert sind. Das Euphonium wird im sinfonischen Bereich auch anstatt des Tenorhorns verwendet.

(Quelle: Wikipedia)

Tuba

Die Tuba (lat. als Rohr – Röhre übersetzt), Mehrzahl Tuben, ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente. Sie besitzt drei bis sechs Ventile und zählt infolge ihrer weiten Mensur und der entsprechend stark konisch verlaufenden Bohrung zur Familie der Bügelhörner.

Geschichte

Tuba
war im Römischen Reich die Bezeichnung für ein Blasinstrument aus Messing oder Bronze. Es besaß die Form einer geraden, langgestreckten Röhre mit schmalem Schallbecher, ähnlich einer Fanfare, und entsprach wahrscheinlich der griechischen Salpinx.

Heute versteht man unter einer Tuba das Bassinstrument der Familie der Bügelhörner. Die ersten Tuben wurden in Berlin um 1835 kurz nach der Erfindung der Ventiltechnik entwickelt. Wilhelm Wieprecht und Carl Wilhelm Moritz erhielten in diesem Jahr ein Patent auf eine Basstuba in F mit fünf Ventilen.

Dank ihres vorteilhafteren Klangs und der präziseren Intonation ersetzte dieses Instrument in Orchestern schon bald ihre Vorläufer, den Serpent beziehungsweise das Basshorn und die Ophikleide.

Im Orchester werden Basstuba und Kontrabasstuba gleichermaßen verwendet. Die Tuba ist im Orchester meistens einfach, seltener auch zweifach besetzt. Ob eine Partie mit der Bass- oder Kontrabasstuba gespielt wird, entscheidet meist der Tubist selbst anhand einiger Gesichtspunkte wie etwa der geforderten Tonlage, Lautstärke oder Klangfarbe, dem Wunsch des Dirigenten, der Raumakustik und ähnlichem. Einige Komponisten wie etwa Richard Wagner schreiben die Bauform jedoch vor. Ein Orchestertubist muss im deutschsprachigen Raum beide Bauformen virtuos beherrschen. In den skandinavischen Ländern, in England und Teilen Amerikas sowie in Australien wird hauptsächlich die Kontrabasstuba in C verwendet. Die Alternative zur Basstuba in F bildet in diesen Ländern eine Es-Tuba.

Im Jazz nahm die Tuba bis ca. 1925 die Bassrolle wahr, bevor sie vom Kontrabass abgelöst wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg feierte sie im Amateur-Dixieland ein Comeback.

(Quelle: Wikipedia)